Torsten Reinwald
Pressesprecher
E-Mail: pressestelle@
jagdschutzverband.de
Telefon: 030/ 209 1394 23
Fax: 030/ 209 1394 30
21.05.2013, 20:55 Uhr

Verleihung des DJV-Journalistenpreises im Presseclub Rolandseck: v.l.n.r.DJV-Präsident Baron Heereman, Lutz Wetzel, Sabine Koppelberg, Klaus Herrmann, Dr. Erich Schumann
68 Journalisten hatten sich um den letzten Journalistenpreis beworben.
Die besten unter den vielen guten Arbeiten waren:
Die Wildtierforschung im Industrieland Deutschland ist das zentrale Thema der Printbeiträge von Klaus Herrmann. Er verließ seinen Schreibtisch und begleitete Wildbiologen und Jäger beim Fangen und Markieren von Wildschweinen ebenso wie beim nächtlichen Zählen von Feldhasen.
Beim Lesen seiner informativen und gut recherchierten Artikel, in denen Biologen und Jäger selbst zu Wort kommen, wird deutlich, dass es Patentrezepte zum Wildtiermanagement nicht gibt: ‘‘Zwar halten heute alle Industrienationen den Schutz der Wildtiere für ein gesellschaftspolitisches Ziel, doch es fehlen Kenntnisse, um ein wirkungsvolles Wildtiermanagement zu ermöglichen.
Immer noch wissen wir über Tierarten, etwa Wildschweine, Rehe, Füchse und Hasen, mit denen wir seit Jahrtausenden eng zusammenleben, nur wenig’‘, schlussfolgert Herrmann in einem seiner Beiträge treffend.
Hörfunk
Sehr abwechslungsreich in der Wahl der journalistischen Mittel und kindgerecht sind die vier Beiträge von Sabine Koppelberg, die vom WDR 5 in der Sendung ‘‘Lilipuz im Jagdfieber’‘ ausgestrahlt wurden.
Die jungen Hörer erfahren nicht nur eine Menge über die Jagd von der Steinzeit bis heute, sie werden durch die Beiträge von Sabine Koppelberg auch zum kritischen Dialog angeregt. Denn die Autorin verarbeitet in einem Beitrag auch sehr kontroverse Äußerungen, Meinungen und Fragen aus dem Kindermund.
Fernsehen
Im Mittelpunkt der Fernsehreportage von Lutz Wetzel über eine herbstliche Drückjagd steht die verantwortungsvolle Nachsuche von verletzten Wildtieren mit ausgebildeten Jagdhunden.
Dem Autor ist es in beispielhafter Weise gelungen, das verantwortungsvolle und entscheidungsschnelle Handeln eines Schweißhundführers darzustellen. Dabei konfrontiert Wetzel die Zuschauer auch mit dem Töten von Wildtieren.
Dies tut er jedoch mit viel Fingerspitzengefühl, einer fachlich hervorragenden Kommentierung und mit ausgesuchten Filmschnitten, die den Zuschauer nicht emotional überfordern. Deutlich wird aber dennoch, dass Jagd und die Gewinnung von Wildbret untrennbar mit dem Tod von Tieren verbunden sind.
Torsten Reinwald
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