Torsten Reinwald
Pressesprecher
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21.05.2013, 21:16 Uhr
25. Juli 2008 Dortmund (dpa/djv)
Liebestolle Rehe gefährden derzeit die Autofahrer auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen. «Die Tiere sind jetzt erhöht mobil», sagte der Sprecher des Landesjagdverbandes NRW, Andreas Schneider, Freitag in Dortmund. In der Paarungszeit, die noch bis Mitte August andauere, stellen die Böcke den Ricken über weite Strecken nach. «Dabei verlieren die Tiere ihre natürliche Scheu», sagte Schneider. Das Rehwild laufe in der Paarungszeit nicht nur in der Dämmerung, sondern sogar tagsüber auf die Straßen. Jüngstes Beispiel für das gefährliche Liebesspiel: Ein «betörter» Rehbock war am Freitagmorgen auf eine Hagener Landstraße gerannt und ist dabei gegen ein Motorrad geprallt. Der Bock starb, der Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon.
Autofahrer sollten die Wildwechsel-Warnschilder unbedingt ernst nehmen, rät der Automobilclub ADAC Westfalen. Zu hohe Geschwindigkeit sei Hauptgrund für viele Wildunfälle, sagte Sprecher Peter Meintz.
Obwohl Sicherheitszäune und und abstoßende Duftmarkierungen die Tiere abhalten sollten, vollkommen sicher seien aber auch die Autobahnen nicht, unterstrich der ADAC-Sprecher.
Sollte plötzlich ein Reh vor dem Auto auftauchen, dann helfe nur noch der Tritt auf die Bremse. Abruptes Ausweichen vor dem unerwarteten Hindernis führe oft zu schwersten Unfällen, sagte Meintz. Nach einem Wildunfall müssten unbedingt Polizei und Förster informiert werden. Dies sei insbesondere für den Versicherungsschutz wichtig. Selbst wenn das Tier scheinbar unverletzt weiterlaufe, rät der Jagdverband dazu, die Polizei zu informieren. Viele angefahrene Tiere gingen an inneren Verletzungen oft qualvoll ein.


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