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27. August 2008 Stuttgart (ljv/djv)

Hohe Wildschweinstrecke in Baden-Württemberg erwartet

80 Prozent der Bevölkerung begrüßen Jagd

Mit rund 40.000 erlegten Wildschweinen im vergangenen Jahr erwartet der Landesjagdverband Baden-Württemberg eine der höchsten Jagdstrecken, die jemals erzielt wurden.

Wie Wildbiologe Klaus Lachenmaier vom Landesjagdverband erläutert, haben eine günstige Witterung und ein sehr gutes Nahrungsangebot zu einer starken Vermehrung beim Schwarzwild geführt. Neben der Gefahr von Wildseuchen sind es vor allem die zunehmenden Wildschäden in der Landwirtschaft, derentwegen Landwirte und Landespolitiker die Jäger zu einer intensiven Bejagung der Schwarzkittel aufgefordert haben.

Die Jagd wird aber nicht nur von Landwirten unterstützt, bei denen die Wildschweine Wiesen und Weiden umwühlen sowie Getreidefelder und Maisschläge verwüsten, oder von Gartenbesitzern an Ortsrändern, deren “grüne Oasen” von den hungrigen Allesfressern heimgesucht werden. Nach einer repräsentativen Umfrage des IFA-Instituts für Marktforschung und Kommunikation sind 80 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass die Jagd notwendig ist, um Wildbestände zu regulieren und Wildschäden in Wald und Feld vorzubeugen.

Trotz der hohen Jagdstrecke empfiehlt der Landesjagdverband seinen Jägern, die Hände nicht in den Schoß zu legen, sondern den Wildschweinen weiter intensiv nachzustellen und alle zur Verfügung stehenden jagdlichen Mittel auszuschöpfen; dazu gehören auch revierübergreifende Drückjagden. Eine “Schädlingsbekämpfung” mit waffenrechtlich verbotenen Hilfsmitteln oder mit aus Tierschutzgründen bedenklichen Saufängen, wie sie mancherorts von Geschädigten gefordert wird, lehnt der Verband rigoros ab. “Wir haben gezeigt, dass wir die Sache auch so in den Griff bekommen”, so Landesjägermeister Dr. Dieter Deuschle.