Torsten Reinwald
Pressesprecher
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jagdschutzverband.de
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25.05.2013, 09:50 Uhr
02. April 2009 Bonn (djv)

V. li. Dr. Björn Schulz (Projektleiter), Dr. Walter Hemmerling (Geschäftsführer Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein), Marita Böttcher (Bundesamt für Naturschutz) , Jutta Hartwieg (Landrätin des Kreises Segeberg), Dr. Klaus-Hinnerk Baasch (Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein und zuständig für Forschungsprojekte im DJV-Präsidium), Anne Benett-Sturies (Dezernatsleiterin Schleswig-Holsteinische Landesforsten), Dr. Heinrich Reck (Universität Kiel, wissenschaftlicher Leiter).
Eine außergewöhnliche Allianz aus Jägern, Naturschutz-Stiftung, Straßenbau und Forst gab Ende März in Trappenkamp den Startschuss für ein Wiedervernetzungsprojekt mit Signalwirkung: Die “Holsteiner Lebensraumkorridore – für Hirsch, Haselmaus und Co.”. Über 50 regionale Akteure, darunter so unterschiedliche Interessensgruppen wie Waldbesitzer, Landwirte, Imker und Wissenschaftler, beteiligten sich aktiv an der Veranstaltung. Träger des bundesweiten Leuchtturmprojekts für den Erhalt der Biologischen Vielfalt ist unter anderem der DJV. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums.
“Nur ökologisch intakte Landschaften bringen eine Artenvielfalt hervor, die für eine nachhaltig praktizierte Jagd notwendig ist”, sagte Dr. Hinnerk Baasch, Präsident des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein und zuständig für Forschungsprojekte im DJV-Präsidium. Für den Erhalt der Biologischen Vielfalt müsse an den beiden Enden einer Grünbrücke weitergedacht werden, um vernetzte Lebensräume zu schaffen. Wie das am besten funktioniert, soll im Projekt “Holsteiner Lebensraumkorridore” in der Praxis getestet werden – inklusive langfristiger Erfolgsmessung. Theoretisches Wissen zur tierfreundlichen Raumplanung hat der DJV seit 2002 zusammen mit dem Bundesamt für Naturschutz und Wissenschaftlern erarbeitet.
Dr. Heinrich Reck von der Universität Kiel betreut das Projekt wissenschaftlich und betonte: “Das Interesse an Biotop vernetzenden Maßnahmen ist vor Ort über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg groß.” Zudem habe die Region zwischen Bad Segeberg und Bad Bramstedt für die Artenvielfalt eine geografisch entscheidende Lage. Schwerpunkt des Projekts ist ganz bewusst die Schaffung von vielen kleinen Trittsteinen in der bestehenden Kulturlandschaft, großflächige “Wildnis” soll nicht entstehen.
Eine Leitart ist der Rothirsch. “Er ist ein wahrer Landschaftsarchitekt und schafft für viele Pflanzen und Tiere neue Lebensräume”, erklärte Dr. Reck. “Die Jägerschaft hat Anzeichen für Inzucht beim Schleswig-Holsteinischen Rotwild festgestellt. Eine mögliche Ursache hierfür ist die Verinselung der Lebensräume. Zur Vermeidung dieser Inzuchten sei es erforderlich, dass Rotwild und andere Wildtiere bei der Partnersuche die Landschaft wieder ungehindert durchwandern könnten, betonte Dr. Baasch.
Die Ergebnisse der derzeit laufenden Vorstudie sollen im Herbst vorgestellt werden. Ist diese Erfolg versprechend, soll sich ein mehrjähriges Forschungsprojekt anschließen.


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