Torsten Reinwald
Pressesprecher
E-Mail: pressestelle@
jagdschutzverband.de
Telefon: 030/ 209 1394 23
Fax: 030/ 209 1394 30
21.05.2013, 19:51 Uhr
8. Juni 2009 Langenweddingen (ljv/djv)
Mit dem Abschuss eines Wolfes in einem gemeinschaftlichen Jagdbezirk in Tucheim bei Genthin durch einen Jäger aus Kade ist dem öffentlichen Ansehen und der Glaubwürdigkeit des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt e. V. schwerer Schaden zugefügt worden.
Verbandspräsident Dr. Wulf Stubbe verurteilt und missbilligt auf Schärfste diesen mit nichts zu rechtfertigenden Abschuss eines Wolfes und spricht sich für schnelle und harte Konsequenzen für den Schützen aus. Für jeden verantwortungsbewussten Jäger ist es völlig unverständlich, dass auf ein Exemplar dieser streng geschützten Art bei einem Gemeinschaftsansitz in der dortigen Hegegemeinschaft geschossen worden ist.
Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V. hat, seit dem mit einer Zuwanderung von Wölfen auch nach Sachsen-Anhalt aus benachbarten Regionen zu rechnen ist, seine Mitglieder in vielfältiger Weise über diese Großraubwildart informiert und insbesondere über deren hohen Schutzstatus in Europa und Deutschland aufgeklärt.
Wölfe unterliegen strengen internationalen, europäischen und deutschen Schutzbestimmungen, u. a. dem Washingtoner Artschutzübereinkommen, der europäischen FFH-Richtlinie, dem Bundesnaturschutzgesetz und der Bundesartenschutzverordnung. Sie unterliegen damit auch in Deutschland nicht dem Jagdrecht. Jegliche Jagd auf sie ist verboten.
Der Abschuss eines Wolfes stellt eine Straftat dar, die mit Geldstrafe oder mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren zu ahnden ist. Parallel zu den eingeleiteten staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und einem vom Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V. geforderten sofortigen Entzug des Jagdscheines, wird die zuständige Jägerschaft gegen den Schützen ein Ausschlussverfahren einleiten.
Verbandspräsident Dr. Wulf Stubbe dazu: “Für Jäger, die in derartiger Weise das organisierte Jagdwesen in Sachsen-Anhalt in Verruf bringen, ist in unserem Verband kein Platz! Wir wollen als Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V. auch künftig als ein dem Naturschutz verpflichteter Verband anerkannt bleiben und verstehen die natürliche Zuwanderung von Wölfen als einen Aspekt der biologischen Vielfalt.”


Torsten Reinwald
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