Bezugsquellen für Wild erfahren Interessenten bei den örtlichen Kreisjägervereinigungen, beim Landesjagdverband oder unter http://www.wild-auf-wild.de , wo es auch schmackhafte Wildrezepte gibt.
24.05.2013, 18:04 Uhr
28. Mai 2010 (djv/ljvBa-Wü) Stuttgart
89,6 Kilo Fleisch verzehrt der durchschnittliche Baden-Württemberger jährlich. Nur zwei Promille davon, nämlich 180 Gramm, stammen von Wildtieren aus dem eigenen Land – ein kleines Steak pro Jahr. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums erarbeitet und jetzt veröffentlicht wurde.
Hirsch aus Neuseeland
Liebhaber von Wildfleisch werden an der Fleischtheke oftmals mit Importen bedient. Der Hirschrücken aus dem Kühlregal stammt z. B. vornehmlich aus landwirtschaftlicher Gatterhaltung in Neuseeland. Während der Pro-Kopf-Verbrauch an Wildfleisch insgesamt 600 Gramm ausmacht, werden zwei Drittel davon importiert.
Ziel des Landesjagdverbandes ist es, den Anteil des Wildfleischs aus heimischer Jagd – des so genannten Wildbrets – zu erhöhen. “Wir wollen den Absatz von heimischem Wild fördern”, erläutert Landesjägermeister Dr. Dieter Deuschle. “Mit der notwendigen Bejagung von Rehen und Wildschweinen helfen wir, Schäden in Feld und Wald zu verhindern, und erzeugen dabei ein wertvolles, gesundes Lebensmittel.”
Deuschle weist auf die Vorzüge heimischen Wildbrets hin: “Wildtiere ernähren sich ausschließlich von dem, was die Natur je nach Jahreszeit bietet. Wildbret ist fettarm, leicht bekömmlich und schmeckt vorzüglich. Außerdem ist es frei von Zusatzstoffen, dafür reich an Mineralien und den lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. Mehr Bio geht nicht.” Passend zur sehnsüchtig erwarteten Grillsaison empfiehlt er, auch einmal Rehsteak und Wildschweinrippchen vom Grill zu probieren.
Gesundes Wildbret aus heimischen Wäldern
Das hochwertige Wildfleisch gibt es inzwischen bei vielen Jägern bereits küchenfertig portioniert – auch gut sortierte Metzgereien bieten frisches Wild oder Wildwürste aus heimischer Jagd an. Für die hundertprozentig natürliche und nachvollziehbare Herkunft bürgt das Logo “Wild aus der Region”, das der Landesjagdverband an Gastronomiebetriebe und Metzgereien verleiht, die sich verpflichten, mindestes 90 % des angebotenen Reh- und Schwarzwildfleischs aus Jagdrevieren der Region zu beziehen.
Bezugsquellen für Wild erfahren Interessenten bei den örtlichen Kreisjägervereinigungen, beim Landesjagdverband oder unter http://www.wild-auf-wild.de , wo es auch schmackhafte Wildrezepte gibt.


Torsten Reinwald
Pressesprecher
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