Torsten Reinwald
Pressesprecher
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Telefon: 030/ 209 1394 23
Fax: 030/ 209 1394 30
23.05.2013, 17:24 Uhr
04. Oktober 2010 (ljv Ba-Wü) Stuttgart
Die Jäger sollen möglichst viele Wildschweine erlegen, um Wildschäden vorzubeugen. Dies forderten zahlreiche Landwirte, die den Landesjagdverband in dieser Woche beim Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart besuchten. Um den Forderungen nachzukommen, finden im Herbst im ganzen Land wieder Jagden auf die immer noch in großer Zahl vorhandenen Schwarzkittel statt.
Die Jäger wollen dabei nicht als „Schädlingsbekämpfer“ angesehen werden: „Das Fleisch von Wildtieren ist ein hochwertiges und naturreines Lebensmittel, das von der Bevölkerung zunehmend nachgefragt wird“, betont Landesjägermeister Dr. Dieter Deuschle. Am 1. Oktober schwang er auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest gemeinsam mit Gustav Rörich, dem Wirt der „Stuttgarter Kickers“, persönlich den Kochlöffel.
Deuschle wies auf die Vorzüge von Wildfleisch aus heimischer Jagd, dem so genannten Wildbret, hin: „Wildtiere ernähren sich ausschließlich von dem, was die Natur je nach Jahreszeit bietet. Wildbret ist fettarm, leicht bekömmlich und schmeckt vorzüglich. Außerdem ist es frei von Zusatzstoffen, dafür reich an Mineralien und den lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. Mehr Bio geht nicht.“ Rörich verdeutlichte die einfache Zubereitung: „Heute kann Wildbret in der Küche ohne Hexenwerk verwendet werden. Säuern, Einlegen oder spezielle Behandlung ist gar nicht nötig.“
Rund 40 % der Nachfrage nach Wildfleisch wird derzeit aus Importen gedeckt. Der Landesjagdverband hat deshalb eine Kampagne gestartet, um den Absatz heimischen Wildbrets zu erhöhen. Für eine hundertprozentig natürliche und nachvollziehbare Herkunft bürgt das Logo „Wild aus der Region“, das der Landesjagdverband bereits an über 100 Gastronomiebetriebe und Metzgereien verliehen hat. Diese verpflichten sich damit, mindestes 90 % ihres Angebots an Reh- und Schwarzwildfleisch aus Jagdrevieren der Region zu beziehen.


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