Torsten Reinwald
Pressesprecher
E-Mail: pressestelle@
jagdschutzverband.de
Telefon: 030/ 209 1394 23
Fax: 030/ 209 1394 30
24.05.2013, 09:34 Uhr
5. Februar 2008 (djv, Bonn)
Genau 349.503 Bundesbürger – so viele wie nie zuvor – waren 2007 im Besitz eines Jagdscheins. Das sind über 12 Prozent mehr als kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands. “Die Jagd erfreut sich quer durch alle Bevölkerungsschichten immer größerer Beliebtheit”, sagte Jochen Borchert, Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV), anlässlich der Eröffnung der Messe Jagd und Hund in Dortmund. Besonders erfreulich sei, dass immer mehr Frauen die staatliche Jägerprüfung, das so genannte Grüne Abitur, machten. “Vor 15 Jahren war eine Frau unter 100 Grünröcken, heute sind es bereits zehn”, betonte Borchert vor Journalisten auf Europas führender Ausstellung für Jagd und Angelfischerei.
Das intensive Naturerlebnis als Ausgleich zum hektischen Alltag, angewandter Naturschutz und gesundes Wildbret sind nach DJV-Angaben die meist genannten Motive, den Jagdschein zu lösen. Eine anspruchsvolle Hürde muss zuvor jedoch mit der staatlichen Jägerprüfung genommen werden. Je nach Bundesland fallen bis zu einem Viertel der Bewerber im ersten Anlauf durch. Die Prüfung umfasst so unterschiedliche Bereiche wie Waffenhandhabung und Naturschutz, Wildbrethygiene und Waldbau oder Wildbiologie und Jagdrecht. Kreisjägerschaften bieten bundesweit mehrmonatige Vorbereitungskurse mit mindestens 120 Stunden in Theorie und Praxis an. Zum Vergleich: Für den Pkw-Führerschein sind 28 Stunden Theorie und 12 Stunden Fahrpraxis vorgeschrieben.
Dass Jagd mehr als ein privates Vergnügen ist, verdeutlichen allein die jährlichen Ausgaben für Naturschutzmaßnahmen: Rund 98 Millionen Euro gibt die Jägerschaft jährlich für das Anlegen von Hecken, Teichen oder Rückzugsflächen für Wildtiere aus. Mit weiteren unentgeltlichen Leistungen – etwa dem Bergen von verunfalltem Wild – schonen die Jäger das Portemonnaie des Steuerzahlers.
Der DJV ist ein eingetragener Naturschutzverband und vertritt auf Bundesebene rund 300.000 Jäger. Das entspricht 82 Prozent der Jägerschaft. Als Dachverband bündelt der DJV die Interessen von den 16 Landesjagdverbänden auf Bundesebene.


Torsten Reinwald
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