Torsten Reinwald
Pressesprecher
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20.05.2013, 04:48 Uhr
18. Februar 2008 (Baruth/Potsdam,dpa)
Der Landesjagdverband hat klare Ziele für die Ansiedlung von Wölfen in Brandenburg gefordert. «Die Landesregierung muss eindeutig festlegen, wie viele Wölfe Brandenburg vertragen kann», sagte Präsident Wolfgang Bethe am Samstag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Es ist davon auszugehen, dass sich der Wolf weiter in Brandenburg verbreitet.» Und dies könnte zu Problemen führen – zum Beispiel könnten Schafe auf Bauernhöfen gerissen werden. «Es muss Regelungen geben, was passieren soll, wenn die Wölfe in Gebiete geraten, wo sie zur Gefahr werden könnten», meinte Bethe.
Er verwies etwa auf die Wildschweine, die immer stärker auf der Suche nach Essbarem in Wohngebieten wüten würden. Bislang tauchen in Brandenburg nur vereinzelt Wölfe auf, im Süden lebt ständig ein Paar. Damit Brandenburgs Jäger auf die Ankunft weiterer Exemplare vorbereitet sind, wird es von April an Fortbildungen geben. «Da geht es unter anderem ums Fährtenlesen, aber auch um die Biologie des Wolfes», erläuterte Bethe. Das Interesse sei immens. «Für uns Jäger wäre es besonders wichtig, dass die Landesregierung Vorgaben macht, wie viele Tiere das Land verträgt.»
Denn: «Wir sollen die Wildbestände so halten, dass der Wald geschützt ist. Doch wie viel Wild kann in Wolfsgebieten geschossen werden, damit die Wölfe immer noch genug Beute haben?» Zahlen müssten von Experten festgelegt werden. Rund um die von vielen gefürchteten Tiere drehte sich am Samstag ein «Wolfstag» im Wildpark Johannismühle bei Baruth/Mark (Teltow-Fläming). Rund 600 Besucher kamen nach Veranstalterangaben, um sich mit dem Leben der Tiere vertraut zu machen. In dem Park leben zwei Rudel, bestehend aus zwei Grauwölfen beziehungsweise vier Polarwölfen inklusive Welpen.


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