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04. April 2008 Bamberg (dpa/djv)

Landesjägertages in Bamberg: Weniger staatliche Kontrolle bei der Abschuss-Planung gefordert

Der bayerische Landesjagdverband fordert weniger staatliche Kontrolle bei der Abschuss-Planung. Gemeinsam mit den Grundstückseigentümern sollten die Jäger in eigener Verantwortung darüber entscheiden können, wie viele Tiere geschossen werden, sagte Verbandspräsident Jürgen Vocke am Freitag zum Auftakt des Landesjägertages in Bamberg. Bislang legen die staatlichen Behörden die Abschuss-Quoten fest.

Die Jäger würden die Wiederansiedlung von großen Wildtieren wie Bär, Luchs und Wolf grundsätzlich befürworten, sagte Vocke. Allerdings seien die Lebensbedingungen für diese Tierarten angesichts von rund 140 000 Kilometern Straßen in Bayern äußerst schwierig.

Der Verband fordert zudem vom Freistaat die Ausweisung von Ersatz- Biotopen, da mittlerweile rund 100 000 Hektar stillgelegte Flächen von den Landwirten wieder bewirtschaftet würden. Der Lebensraum von Tieren, wie zum Beispiel der Hasen, werde durch die zunehmende Landwirtschaft deutlich eingeschränkt. Mit finanziellen Hilfen sollten Landwirte deshalb dazu gebracht werden, wieder mehr Flächen stillzulegen.