19.05.2013, 10:43 Uhr
7. Juli 2008 Berlin (dpa/djv)
Rund 2000 Berliner Wildschweine sind im letzten Jagdjahr auf der Strecke geblieben – 500 allein im Stadtgebiet. Die Borstenviecher wurden vom 1. April 2007 bis zum 31. März 2008 geschossen, teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Freitag in der Antwort auf eine FDP-Anfrage mit. Seit langem sind die unerschrockenen Wildschweine in Berlin auf dem Vormarsch. Nicht nur Gärten und Siedlungen am Stadtrand haben sie erobert, mittlerweile fühlen sie sich auch in der City wohl. Für die Senatsverwaltung heißt das nüchtern «zunehmendes Wildschweinaufkommen im Stadtgebiet».
In der Saison 2006/2007 kamen nur rund 1100 Tiere vor die Flinte.
Der Bestand schwanke von Jahr zu Jahr – abhängig von Wetter und Nahrungsangebot – erheblich, sagte der Sprecher der Berliner Forsten, Marc Franusch. Eine Plage sehe er aber nicht. Die Population sei deutschlandweit gewachsen. «Die Tiere sind super angepasst.» Sie profitierten von milden Wintern ebenso wie vom verstärkten Maisanbau.
In Berlin fänden die Wildschweine einen reich gedeckten Tisch – etwa in Abfallbehältern oder im Kompost in Gärten. Die Berliner und ihre Tiere, wozu auch Füchse und Waschbären gehörten, haben sich dem Sprecher zufolge gut aneinander gewöhnt. «Es ist ein Miteinander.»